Messmittelfähigkeit berechnen: MSA-Rechner
Gekreuztes Gage-R&R-Beispiel Beispiel mit attributiven DatenMSA bei zerstörender PrüfungMit diesem MSA-Rechner kannst du die Messmittelfähigkeit online berechnen und prüfen, wie viel der beobachteten Streuung vom Messsystem und wie viel von tatsächlichen Unterschieden zwischen den Teilen stammt. Für stetige Messwerte stehen unter anderem Messsystemanalysen vom Typ 1, Typ 2 (Gage R&R) und Typ 3 sowie gekreuzte oder geschachtelte Studien zur Verfügung. Systematische Abweichungen über den Messbereich untersuchst du mit einer Linearitäts- und Bias-Studie. Für kategoriale Bewertungen kannst du eine attributive Übereinstimmungsanalyse durchführen.
Kopiere deine Daten in die Tabelle, wähle die passende Untersuchung und ordne die Spalten für Messwert, Teil und Prüfer zu. Du kannst auch einen vollständigen Beispieldatensatz laden und dessen Werte durch deine eigenen ersetzen.
Wie wird eine Messsystemanalyse berechnet?
- Trage jede Messung in eine eigene Zeile ein. Bei einer gekreuzten Studie misst jeder Prüfer jedes Teil mehrfach.
- Wähle Stetige Daten und Crossed. Ordne anschließend die Spalten für Messwerte, Teile und Prüfer zu.
- Gib bei Bedarf die Toleranz als obere Spezifikationsgrenze minus untere Spezifikationsgrenze ein. Dadurch erhältst du zusätzlich Ergebnisse bezogen auf den Toleranzbereich.
- Beurteile die ANOVA, Varianzkomponenten, Gesamt-Gage-R&R, Wiederholbarkeit, Vergleichbarkeit, Teil-zu-Teil-Streuung und die Anzahl unterscheidbarer Kategorien (ndc).
Verwende eine geschachtelte Studie, wenn verschiedene Prüfer nicht dieselben Teile messen können, etwa bei zerstörenden Prüfungen. Attributive Daten sind passend, wenn das Ergebnis eine Kategorie wie in Ordnung/nicht in Ordnung und kein stetiger Messwert ist.
Cg und Cgk bei einer Messsystemanalyse vom Typ 1
Für eine Messsystemanalyse vom Typ 1 wählst du nur die Messwertspalte aus und gibst Referenzwert und Toleranz ein. Der Cg-Wert bewertet die Streuung wiederholter Messungen im Verhältnis zur Toleranz. Cgk berücksichtigt zusätzlich, wie weit der Mittelwert der Messungen vom Referenzwert abweicht. Welche Grenzwerte gelten, hängt von deinen betrieblichen oder kundenspezifischen Anforderungen ab.
Was zeigt eine Gage-R&R-Analyse?
Gage R&R zerlegt die Messstreuung in Wiederholbarkeit, also die Streuung bei wiederholten Messungen desselben Teils durch denselben Prüfer, und Vergleichbarkeit, also Unterschiede zwischen Prüfern. Zusätzlich wird die Messstreuung der tatsächlichen Teil-zu-Teil-Streuung gegenübergestellt.
Die gekreuzte Gage-R&R-Berechnung verwendet eine Varianzanalyse (ANOVA). Die Ausgabe enthält unter anderem Varianzkomponenten, prozentualen Beitrag, prozentuale Untersuchungsstreuung und – wenn eine Toleranz angegeben wurde – den prozentualen Anteil an der Toleranz. Diese Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen und sollten im Kontext des Prozesses und der geltenden Annahmekriterien beurteilt werden.
Ein aussagekräftiger Datensatz enthält repräsentative Teile aus dem erwarteten Prozessbereich, Wiederholmessungen und die Prüfer, die das Messmittel normalerweise einsetzen. Erst wenn das Messsystem ausreichend geeignet ist, lassen sich Prozessdaten verlässlich beurteilen, beispielsweise mit einer Prozessfähigkeitsanalyse.
Messsystemanalyse-Software ohne Installation
Der Rechner läuft direkt im Browser und stellt die Berechnung, Tabellen und Grafiken gemeinsam dar. Eine ausführliche Erklärung der Studiendurchführung, ANOVA und Ergebnisinterpretation findest du im Gage-R&R-Tutorial.